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Altersvorsorge: Bankenverband fordert Pflicht zur privaten Vorsorge

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Pflicht zur privaten Altersvorsorge

08.03.2010, 15:07 Uhr | dpa-AFX

Alle selbstständig Erwerbstätigen sollten nach Ansicht der Banken zum Abschluss einer privaten Altersvorsorge verpflichtet werden. "Ihre Eingliederung in die gesetzliche Rentenversicherung wäre nur eine Scheinlösung", erklärte der Geschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken, Bernd Brabänder.

Automatische Beitritt zur betrieblichen Altersvorsorge

Die Politik sollte auch Menschen, die Risikogruppen zuzurechnen sind, besseren Zugang zur kapitalgedeckten Altersvorsorge verschaffen. Bei Abschluss jedes Arbeitsvertrages sollte automatisch ein Beitritt zur betrieblichen Altersvorsorge erfolgen, damit mehr Menschen davon profitieren. Darüber hinaus müssten die Hemmnisse beseitigt werden, die bisher Arbeitnehmer von der betrieblichen Altersvorsorge und der "Riester-Rente" abhielten.

Zusätzliche Altersvorsorge stagniert

Die Ausweitung der zusätzlichen betrieblichen und privaten Altersvorsorge stagniere, berichten die Banken. Impulse, gerade auch für Bezieher niedriger Einkommen erwartet Brabänder von der Einführung neuer Elemente in der kapitalgedeckten Altersvorsorge wie einer automatischen Entgeltumwandlung mit anschließender Rücktrittsoption oder von dynamisierbaren Verträgen.

Altersarmut keine generelle Gefahr

"Eine generelle Gefahr der Altersarmut ist für die Zukunft nicht zu erkennen", so der Verband. In Deutschland sei dies kein Massenphänomen. Lediglich 2,5 Prozent der über 64-Jährigen hätten 2008 die Grundsicherung in Anspruch genommen. Dieser Anteil werde sich in den kommenden Jahren nicht nennenswert erhöhen. Allenfalls langfristig sei ein Anstieg nicht auszuschließen.

Mindestrente keine Lösung für Bankenverband

Noch bestehe kein Grund zur Schwarzmalerei, das Problem müsse von Politik und Wirtschaft aber ernst genommen werden. "Wenn wir nicht gegensteuern, könnte Altersarmut in Deutschland in den kommenden Jahrzehnten zu einem gravierenden Problem werden", erklärte Brabänder. Es seien Anpassungen am Altersvorsorgesystem nötig. Die Einführung einer Mindestrente oder die Höherbewertung von Zeiten der Langzeitarbeitslosigkeit seien zur Problemlösung ungeeignet.


Quelle: dpa-AFX

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Kommentare (52)

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Thema: "Altersvorsorge: Bankenverband fordert Pflicht zur privaten Vorsorge"

stoffhase schrieb: am 1. März 2010 um 21:41:57
(0) (0) Altersvorsorge
Ich habe eine bessere Idee Herr Brabänder: Alles Geld das die Bankster in Deutschland verzockt und vergeigt haben zahlen sie
auf Heller und Pfennig nebst Zins und Zinseszins zurück. Und zwar auf das Konto der Gesetzlichen Rentenversicherung. :-)
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Mike Kent schrieb: am 1. März 2010 um 08:46:31
(0) (0) Zwangsversicherung
auch noch für Selbständige - wann endlich mal für die Beamten? Jeder staatlich "unterstützte" und von den Lobbyisten
forcierte Vertragsabschluss kann nicht dem Menschen dienen. Beide denken nämlich nur an den eigenen Vorteil! KEINE Abschlüsse bei Bankstern!!
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Mine schrieb: am 1. März 2010 um 08:17:51
(0) (0) Altersvorsorge
Ausgerechnet die Bank!!!!!!!!!!! Wir können ja nun nicht alle Banker werden, wo für schlechte Arbeit auch noch horrende Boni
gezahlt werden. Die meisten Deutschen werden ja nach realer Leistung bezahlt eher sogar noch drunter und bei Fehlern wird man wohl kaum noch mit einem Bonus honoriert. Wo soll also das Geld herkommen. Man kann nicht fürs alter vorsorgen, es hat sich ja gezeigt, dass keiner fähig das Geld zu verwalten.
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