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Altersvorsorge: Experten halten gesetzliche Rente für effizienter

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Experten halten gesetzliche Rente für effizienter

16.11.2009, 17:56 Uhr | AFP

Experten halten das Umlagesystem bei der Rente für effizient (Foto: imago) Experten halten das Umlagesystem bei der Rente für effizient (Foto: imago)Der Einstieg in die kapitalgedeckte Alterssicherung in Form der Riesterrente hat einer Studie zufolge die Wirtschaftsentwicklung merklich gedämpft. "Gesamtwirtschaftlich gesehen wäre es effizienter gewesen, die Stärken der gesetzlichen Rente zu erhalten und das Umlagesystem über weitere Steuertransfers zu unterstützen", erklärte die Hans-Böckler-Stiftung zu der von ihr vorgenommenen Untersuchung.

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Kapitalgedecktes Rentensystem nicht besser

Die alternde Gesellschaft erzwinge unausweichlich höhere Ausgaben für Renten, Pflege und Gesundheit, schreiben die Wissenschaftler des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Stiftung zu ihrer Studie. Die Finanzierung dieser höheren Ausgaben lasse sich aber durch einen Übergang zu einem kapitalgedeckten Rentensystem auch nicht besser bewältigen als im traditionellen Umlagesystem.

Riesterrente soll niedrigere gesetzliche Rente ausgleichen

Im Zuge der Rentenreformen wurden das Rentenalter heraufgesetzt und das Rentenniveau gesenkt, damit die Beitragsätze bis 2030 nicht über 22 Prozent steigen. Die staatlich geförderte Riesterrente, die die Beschäftigten ohne die Beteiligung der Arbeitgeber ansparen, soll die in Zukunft niedrigere gesetzliche Rente ausgleichen.



Systemwechsel rechnet sich nicht

In der Studie stellte das IMK die Rentenreformen in Bezug zur wirtschaftlichen Entwicklung. Dabei zeige sich: "Weder für die künftigen Rentner noch für die sozialen Sicherungssysteme rechnet sich der Systemwechsel." Einschließlich der Beiträge zur Riesterrente müssten Arbeitnehmer 15 Prozent des Bruttoeinkommens für die Altersvorsorge aufwenden - elf Prozent als hälftiger Beitragssatz zur gesetzlichen Rente und vier Prozent für die private Vorsorge. Würde der Beitragsatz ohne die Rentenreformen bis zum Jahr 2030 dagegen auf knapp 25 Prozent steigen, wäre die - hälftige - Belastung für die Beschäftigten mit 12,5 Prozent deutlich geringer.

Höhere Belastung für private Haushalte

Die Einführung einer kapitalgedeckten Komponente fordere den privaten Haushalten somit eine höhere Sparleistung ab, erklärten die Wissenschaftler. Im Zuge der Rentenreformen sei die Sparquote der privaten Haushalte zwischen 2002 und 2007 um knapp einen Prozentpunkt gestiegen. Ihr Konsum schwächte sich um anderthalb Prozent ab. Da dieser Verlust an Nachfrage nicht durch höhere Investitionen von Unternehmen ausgeglichen worden sei, wurde die Wirtschaftsleistung innerhalb von sechs Jahren real um fast ein Prozent gedämpft, errechneten die Autoren der Studie.

Die Hälfte der t-online.de-Nutzer riestert nicht

Bei einer laufenden Umfrage unter 11.500 t-online.de-Nutzern gaben gut 53 Prozent an, dass sie überhaupt nicht riestern. Knapp 25 Prozent der Riester-Sparer unter den Befragten setzen auf eine geförderte Rentenversicherung. 17 Prozent sparen mit Riesterfondssparplänen fürs Alter. Banksparpläne (3 Prozent) sowie Wohn-Riester (1,6 Prozent) werden kaum von t-online.de-Lesern genutzt.

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Quelle: AFP , t-online.de

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