18.11.2010, 16:27 Uhr | dpa-AFX, jdc
Laut einer aktuellen Studie setzen die Bundesbürger bei der privaten Altersvorsorge vermehrt auf Gold. Mit dem Edelmetall für die Rente zu sparen, erscheint ihnen derzeit sicherer als viele traditionelle Anlagen wie etwa Lebensversicherungen oder Sparbriefe. Vor allem Jüngere wollen künftig stärker Gold erwerben. Wohl auch wegen der Turbulenzen im Zuge der Finanzkrise hält inzwischen fast jeder Dritte Berufstätige Goldbarren oder -münzen für eine "besonders sichere Altersvorsorge". Dies geht aus einer repräsentativen Studie der Postbank in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach hervor.
Inzwischen halten demnach 30 Prozent der Berufstätigen Gold für eine "besonders sichere Altersvorsorge". Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 26 Prozent. Zum Vergleich: Private Rentenversicherungen und Renten aus Lebensversicherungen nannten aktuell nur noch 24 beziehungsweise 22 Prozent der Berufstätigen als "besonders sichere Altersvorsorgeform". Festverzinsliche Wertpapiere wie Bundesschatzbriefe, Pfandbriefe sowie Festgeldanlagen oder Sparbriefe kamen jeweils auf 16 Prozent.
Weil auf lange Sicht keine einzige Anlageform ohne Risiko sei, sollten gerade Altersvorsorgesparer darauf achten, nicht alles auf ein Pferd zu setzen, sagt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg e.V. im Gespräch mit t-online.de. Er empfiehlt Altersvorsorgesparern auf verschiedene Anlageklassen zu setzen: neben Festgeld, Rentenfonds oder auch klassischen Rentenversicherungen, sollte man je nach Risikoneigung auch in Sachwerte wie Aktienindexfonds, Immobilien und zum Teil auch in Gold anlegen. "Der richtige Mix allerdings ist immer eine Frage des Einzelfalls - hier kann im Zweifel nur gute Beratung weiterhelfen.", erklärt Nauhauser, der übrigens nur den Kauf von physischem Gold empfiehlt.
Unter allen Berufstätigen, die ihre Altersvorsorge verstärken wollen, planen aktuell acht Prozent Goldbarren und -münzen zu kaufen. Dabei hat sich unter den jungen Berufstätigen im Alter von 16 bis 29 Jahren das Interesse gegenüber dem Vorjahr verdoppelt.
Das ist kein Wunder, denn der Goldpreis hat sich in den vergangenen drei Jahren mehr als verdoppelt. Ein Nachteil dieser Anlageform: Es gibt eine Abhängigkeit vom Marktpreis und keine Zinsen wie bei Spareinlagen oder Dividenden wie bei Aktien. Außerdem ist die Aufbewahrung einzukalkulieren und bei einem Einbruch ist das Gold weg.
Insbesondere in Krisenzeiten sei Gold bei Anlegern als "sicherer Hafen" sehr beliebt, sagte der Chefvolkswirt der Postbank, Marco Bargel. Die Analysten warnen aber: Der Goldpreis habe sich bereits von seinem fundamental gerechtfertigten Niveau entfernt, eine Abwärtskorrektur sei wahrscheinlich.
Wer mit Gold für seinen Ruhestand vorsorgen will, muss nicht unbedingt in physisches Gold investieren. Anleger können auch auf Alternativen setzen: Zertifikate, Indexfonds wie das Xetra-Gold oder andere Wertpapiere, die den Goldpreis abbilden oder sich an ihm orientiere, bieten Chancen. Außerdem kann auch über Aktien von Goldminen oder Bergbau-Unternehmen indirekt am Goldpreis verdient werden. Der Bundesverband deutscher Banken in Berlin rät Privatleuten, das Edelmetall im Depot mit maximal fünf bis zehn Prozent Anteil zu berücksichtigen.
Quelle: t-online.de , dpa-AFX
geba schrieb:
am 3. März 2011 um 19:34:56
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Gold auf dem Vormarsch
Selbstdenkend hat völlig recht.Da werden private Anleger in eine Goldblase gelockt um sie später abzuzocken.Man kann
eben mit Gold beim Bäcker nicht einkaufen, sondern muss erst zur Bank oder noch schlimmer zum privaten (illegalen) Umtauscher und da wird man richt abgezockt, besonders wenn Goldbesitz verboten wird.Wenn Gold,dann nur in kleinen Mengen (10 %)
und auch nur,wenn man es lange nicht umzutauschen braucht. Meistens wird Goldbesitz vererbt.Silber ist etwas unverfänglicher.(Industrie)
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Eurofeind schrieb:
am 19. November 2010 um 10:25:35
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Gold
Der "wunderbare Euro" wird bald nichts mehr wert sein. Jetzt Irland und wisst Ihr wie viele andere Länder da noch kommen werden mit
einer Krise. GOLD!
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Junge Frau schrieb:
am 19. November 2010 um 10:23:01
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Gold
Unbedingt machen! Silbermünzen sind auch gut-derzeit ist der Silberanteil in den Münzen genauso hoch wie die Wertprägung.
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