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Riestern lohnt sich doch - zumindest für die meisten
20.01.2008, 12:47 Uhr | jdc
Walter Riester - der Namenspate für die Riesterrente (Foto: ddp)Die staatlich geförderte Riesterrente ist in die Diskussion gekommen. Ein Fernsehbericht weckte die Befürchtung, dass selbst Durchschnittsverdiener in der Rente nicht über die Leistungen Grundsicherung hinauskommen, die sie ohnehin vom Staat erhalten, weil die Rentenzahlungen angerechnet würden. Viele Vorsorgesparer sind verunsichert.
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Für wen lohnt sich riestern nicht?
Kritisch wird es für alle, die im Alter keine zusätzlichen Einkünfte, etwa aus Betriebsrenten, Witwenrenten, Mieten oder Zinsen erhalten und immer wenig verdient haben. Ihre staatliche Rente könnte am Ende so niedrig sein, dass sie sogar mit den Zahlungen aus der Riesterrente nicht mehr bekommen als die monatliche Grundsicherung. Die beträgt aktuell für Alleinstehende rund 680 Euro im Monat inklusive Miete. Ob das so bleibt, ist ungewiss. Hochrechnungen zufolge werden von den heute 40- bis 45-Jährigen aber nur jeder siebte Mann und knapp jede fünfte Frau ausschließlich die staatliche Rente beziehen.
Für wen lohnt sich Riester?
Wegen der staatlichen Zuschüsse ist riestern für fast jeden interessant, auch für Geringverdiener. Alleinstehende, die nur den Minimalbetrag von fünf Euro im Monat zurücklegen, können in 35 Jahren bei durchschnittlicher Verzinsung mit 50 Euro Rente im Monat rechnen. Verheiratete mit Kind kommen dank der Zulagen auf mehr als 100 Euro. Wer besser verdient, profitiert von Steuervorteilen. Laut Stiftung Warentest ist riestern fast immer besser ab als eine private Rentenversicherung. Für Frauen sei die Riesterrente fast immer die erste Wahl bei der Altersversorgung. Zudem wird bei Hartz IV-Empfängern das Kapital im Riester-Vertrag bei der Anrechnung von Vermögen nicht berücksichtigt.
Wie hoch sind die Zulagen?
Der Staat fördert die private Vorsorge mit 154 Euro pro Erwachsenem. Zusätzlich gibt es 185 Euro für jedes Kind und seit Januar für neu geborene Kinder sogar 300 Euro im Jahr. Außerdem können Einzahlungen bis zum derzeitigen Höchstbetrag von 2100 Euro jährlich von der Steuer abgezogen werden.
Welche Variante der Riesterrente ist sinnvoll?
Als Faustregel gilt: Fondspolicen sind eher etwas für jüngere Leute. Für die 40- bis Mitte 50-Jährigen empfehlen Experten Rentenpolicen und für die Generation über 55 Banksparpläne. Sparer sollten sich aber gut informieren: Die später garantierte monatliche Rente liegt laut Stiftung Warentest bei einigen Anbietern mehr als 20 Prozent höher als bei anderen.
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Quelle: t-online.de
, AFP