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Armutsbericht 2011: Wo Deutschland am ärmsten ist

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Wo Deutschland am ärmsten ist

22.12.2011, 07:44 Uhr | Spiegel Online

Jeder siebte Deutsche von Armut bedroht. (Screenshot: dapd) Jeder siebte Deutsche von Armut bedroht

Die Armut geht auch in Zeiten guter Konjunktur nicht zurück. Rund zwölf Millionen Menschen sind armutsgefährdet, das sind 14,5 Prozent der Bevölkerung.

Die Armut in Deutschland hat sich von der wirtschaftlichen Entwicklung abgekoppelt. Das ist die Kernaussage eines Berichts des Paritätischen Wohlfahrtsverbands. Seit sechs Jahren ist die Armutsgefährdung demnach auf Rekordniveau, selbst im Boomjahr 2010 ging die Quote nur geringfügig zurück. Als armutsgefährdet gilt nach EU-Definition, wer über weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen bedarfsgewichteten Einkommens verfügt.

Der Sozialverband spricht von "verhärteter Armut". Dieses Phänomen zeige sich auch bei den Hartz-IV-Empfängern. Kurz nach der Einführung 2005 lag die Quote bei 10,3 Prozent. Im Sommer 2011 notierte der Wert fast unverändert bei 9,8 Prozent. Mit Verweis auf diese Zahlen kritisiert der Wohlfahrtsverband die "arbeitsmarktpolitischen Erfolgsmeldungen der Bundesregierung".

So ist die Armut verteilt (Quelle: Paritätischer Gesamtverband mit Daten der Bundesagentur für Arbeit) So ist die Armut verteilt (Quelle: Paritätischer Gesamtverband mit Daten der Bundesagentur für Arbeit)Viele regionale Unterschiede

Die wesentliche Aussage des Armutsberichts: "Deutschland ist nicht nur sozial, sondern auch regional ein tief zerrissenes Land." Die Quoten beruhen auf dem Mikrozensus, einer jährlichen Befragung von einem Prozent der deutschen Haushalte. Das entspricht mehreren hunderttausend Menschen.

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Während sich in neun Bundesländern seit 2005 kaum etwas bewegt habe, gebe es in den restlichen sieben dem Bericht zufolge durchaus Veränderungen. In Hamburg, Brandenburg und Thüringen gingen die Armutsquoten kontinuierlich zurück. Dabei ist vor allem der positive Trend in den beiden ostdeutschen Ländern auffällig: In Thüringen fiel die Quote von 19,9 auf 17,6 Prozent, in Brandenburg von 19,2 auf 16,3 Prozent - ein Rückgang von zehn beziehungsweise 15 Prozent.

Armutsquote in der Hauptstadt gestiegen

Negativ ist der Trend dagegen in Berlin und Nordrhein-Westfalen. In der Hauptstadt stieg die Armutsquote von 17 auf 19,2 Prozent - ein Zuwachs von 13 Prozent. In NRW stellten die Autoren ein Plus von knapp 14 Prozent fest. Das bevölkerungsreichste Bundesland rutschte damit im innerdeutschen Ranking von Platz sechs auf Platz neun ab.

Aber auch innerhalb der Länder gibt es große Unterschiede: Die Studie zeigt, dass Deutschland mehr und mehr als "armutspolitischer Flickenteppich" erscheint. So gebe es im Westen Regionen, in denen die Armutsgefährdung deutlich über dem ostdeutschen Durchschnitt liege - Dortmund zum Beispiel, aber auch Bremen und Hannover.

Der Pott ist ein Problemgebiet

Als Problemregion bezeichnen die Autoren das Ruhrgebiet: So habe die Armutsgefährdung in Dortmund seit 2005 um 24 Prozent zugenommen. In Duisburg betrug der Anstieg sogar 26 Prozent. Die Hartz-IV-Zahlen unterstreichen diese Entwicklung. So waren im Juli 2011 in den beiden Ruhrgebietsstädten 17,8 Prozent der Einwohner unter 65 Jahren auf Hartz IV angewiesen. In Gelsenkirchen waren es sogar 21,6 Prozent - also rund jeder Fünfte.

Besonders auffällig: Nicht ein einziger Kreis im Ruhrpott schneidet besser ab als der Bundesdurchschnitt. Im Schnitt bekommt mehr als jeder siebte Bürger im Ruhrgebiet Hartz IV.


Quelle: Spiegel Online

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Kommentare (765)

zum Forum

Thema: "Armutsbericht 2011: Wo Deutschland am ärmsten ist"

Der Arbeiter schrieb: am 18. Januar 2012 um 10:44:36
(11) (0) Nichtstun
man die wirklich armen von den drückebergern trennen. Es gibt leute die leben seit 20. jahren vom arbeitsamt und kassieren fürs
nichtstun 750 € pro. Monat. Dann kenne ich jemanden aus Essen-Altenessen der bekommt jede woche 50 € zusätzlich von seiner Mutter und noch mehr in den werten H.... geschoben. Internet;Auto, das muss alles sein, 5. BMW saniert und er geht bei einem Unternehmen stundenweise schwarz arbeiten. er lebt wie eine Made im Speck. Die Jobagentur Essen kann Ihn nicht vermitteln
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Der Arbeiter schrieb: am 18. Januar 2012 um 10:35:14
(4) (0) Schmarotzer
man die wirklich armen von den drückebergern trennen. Es gibt leute die leben seit 20. jahren vom arbeitsamt und kassieren fürs
nichtstun 750 € pro. Monat. Dann kenne ich jemanden aus Essen-Altenessen der bekommt jede woche 50 € zusätzlich von seiner Mutter und noch mehr in den werten H.... geschoben. Internet;Auto, das muss alles sein, 5. BMW saniert und er geht bei einem Unternehmen stundenweise schwarz arbeiten. er lebt wie eine Made im Speck. Die Jobagentur Essen bringt Ihn zu vermitteln
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Jojo Frieder Uhle schrieb: am 27. Dezember 2011 um 07:41:50
(14) (0) @ Michel
Falsche Einschätzung. Auch in den "allerärmsten" Negerkrahlen gibt es verdammt viel Millionäre. Das sagt nichts über das
Volksvermögen aus. Wird auch immer so bleiben, dass eine gewissen Oberschicht, die nicht selten auch an der Macht sitzt, auch das Vermögeb auf sicht vereint. Ma nchmal zu recht, weil viel der "kleinen" garnicht mit Geld umgehen können. Siehe bei uns in der BRD, die Sozi-Männer, die auch nicht mit dem "geschenkten" Geld umzugehen wissen, da muss man deck
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