30.05.2011, 10:56 Uhr | AFP
Die Bundesregierung hat eingeräumt, dass Arbeitnehmer einen Stundenlohn von über zehn Euro brauchen, um im Alter nicht in die Armutsfalle zu geraten. Auf eine Frage von Linksparteichef Klaus Ernst bestätigte das Arbeitsministerium, dass knapp 29 Entgeltpunkte nötig seien, um eine Rente in Höhe der Grundsicherung im Alter von 684 Euro monatlich zu erhalten. "Um dies bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 Stunden über 45 Jahre versicherungspflichtiger Beschäftigung hinweg zu erreichen, wäre rechnerisch ein Stundenlohn von rund zehn Euro erforderlich", heißt es in Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Hans-Joachim Fuchtel.
Eine zusätzliche Altersvorsorge sei dabei aber nicht berücksichtigt, heißt es in der Antwort der Regierung weiter. Mit ihr könne eine "deutlich höhere Gesamtversorgung" erzielt werden. Als Beispiel nennt Staatssekretär Fuchtel einen Riester-Vertrag zur privaten Altersvorsorge. Dazu erklärte ein Sprecher der Linken, es sei fraglich, ob jemand mit einem Nettolohn von nicht einmal 1200 Euro die mehr als 50 Euro für die Riesterrente wirklich erübrigen könne.
Beim gegenwärtigen Lohnniveau bekommt nach Angaben von Linksparteichef Ernst inzwischen jeder fünfte Vollzeitbeschäftigte im Alter nicht mehr als 684 Euro monatlich und ist damit von Altersarmut bedroht. Deshalb bleibe die Linkspartei bei ihrer Forderung nach der Einführung einer Mindestrente in Höhe von 850 Euro im Monat, erklärte Ernst gegenüber der "Rheinpfalz am Sonntag".
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Quelle: AFP
Dieser Bericht schrieb:
am 5. August 2011 um 17:03:05
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zum Thema Mindestlohn
Lebe seit 5 Jahren in Appenzell in der Schweiz.In Deutschland habe ich als Fillialleiter in einem EDEKA Geschäfft
soviel verdient, das wir alle zum Essen hatten aber uns keinen Urlaub leisten konnten.In der Schweiz habe ich zwar 6 Tage weniger Urlaub, 5 Feiertage weniger, verdiene aber soviel das wir keine Finanziellen Sorgen mehr haben, zu fünft 3 Wochen Türkei all inklusive drin ist und ich mit der ganzen Familie jeden Sonntag zum Essen gehen kann.In BRD
unmöglich.
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Webranth schrieb:
am 4. August 2011 um 00:31:39
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"schwer gedient"
@Armin: Geht ein Beamter zum Arzt wegen Schlafstörung. Der Arzt stellt fest, dass seine Arbeitszeit von 45 auf 40
Stunden reduziert wurde. Ergebnis: Dem Beamten fehlen 5 Stunden Schlaf.
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Webranth schrieb:
am 4. August 2011 um 00:25:55
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Altersarmut
Die Situation ist noch dramatischer und geht auch an Akademikern mit höherem Einkommen nicht vorbei. Studienzeiten werden schon
lange nicht mehr angerechnet. Der Arbeitsanfang beginnt oft erst bei 30 Jahren und muss er aus gesundheitlichen Gründen mit 60 in den Ruhestand, kann er nach 30 Jahren Berufstätigkeit zur Zeit eine Rente um 1300 Euro erwarten, Arbeitslosigkeit nicht inbegriffen. Beamte erhalten dann 60% ihres letzten Nettolohnes.
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