
24.11.2010, 11:47 Uhr | Financial Times Deutschland
Junge, gesunde Versicherte sind für die Anbieter von BU-Versicherungen attraktiv (Foto: imago) (Quelle: imago)
Die Versicherer setzen beim Vertrieb von Berufsunfähigkeitspolicen immer stärker auf ganz junge Kunden. Damit wollen sie das schwache Geschäft mit traditionellen Lebensversicherungen ausgleichen. "Die Gesellschaften reagieren darauf, dass sie mit vielen ihrer Policen nicht mehr genug verdienen", sagt der Aachener Versicherungsmakler Marc Jacobs. Im Trend liegen vor allem neue flexible Tarife, die sich an veränderte Lebensumstände anpassen.
Wer nach 1960 geboren ist, hat seit 2001 keinen Berufsunfähigkeitsschutz über die gesetzliche Rentenversicherung mehr. Für viele Kunden ist es aber kaum möglich oder zu teuer, dieses Risiko privat abzusichern. Manche Anbieter verweigern schon Legasthenikern oder Kunden, die eine Paartherapie gemacht haben, den Abschluss. Je älter und je kränker ein Interessent und je gefährdeter er in seinem Beruf ist, desto teurer wird die Police. Deshalb sind die Verträge Älteren schwer zu verkaufen - und das sind je nach Erwerbstätigkeit durchaus schon knapp über 30-Jährige.
Deshalb setzt die Assekuranz stärker als in den Jahren nach der Abschaffung des gesetzlichen Schutzes auf Schüler und Studenten. Junge, gesunde Versicherte sind für die Anbieter attraktiv, deshalb sind die Prämien vergleichsweise günstig. So binden die Anbieter früh Kunden, mit denen sie dauerhaft im Geschäft bleiben.
Die Angebote ähneln einander. Anfangs sind die Beiträge für die Versicherung günstig. Mit steigendem Alter passt die Gesellschaft die Prämie an. Häufig kann der Kunde die Versicherungssumme aufstocken, etwa, wenn er heiratet oder nach einem Karrieresprung mehr verdient. Viele Anbieter begrenzen aber den günstigen Schutz zeitlich. Bei der Württembergischen Lebensversicherung kann der Kunde bis zu 15 Jahren Deckung bekommen, ähnlich ist es bei dem Angebot für junge Leute von HDI-Gerling. Der Versicherte kann seinen Vertrag später in einen herkömmlichen Berufsunfähigkeitsschutz umwandeln. "Gute Anbieter verzichten dann auf eine zweite Gesundheitsprüfung", sagt Jacobs. Je nachdem, welchen Beruf der junge Mensch wählt, nimmt ein solcher Versicherer nur noch die entsprechende Risikoeinstufung vor, von der die künftige Prämie abhängt.
Viele Kunden bekommen aber wegen Vorerkrankungen überhaupt keine Deckung. Den Versicherern entgeht viel Geschäft, denn die Abgelehnten wollen gerne einen Schutz. Bislang hatten sie nur die Alternative, eine Unfallversicherung abzuschließen. Erste Versicherer reagieren auf die Angebotslücke. Dazu gehört die deutsche Tochter des französischen Konzerns Axa. Sie verkauft die sogenannte Existenzschutzversicherung. Der Versicherer zahlt zwar nur bei schweren Erkrankungen, Unfall mit Invaliditätsfolge, Verlust der Grundfähigkeiten wie Sprechen oder Sehen und bei Pflegebedürftigkeit. "Das ist aber ein umfassenderer Schutz als bei einer einfachen Unfallversicherung", sagt Axa-Sprecherin Sabine Friedrich. "Anders als bei der Berufsunfähigkeit können wir auch Menschen mit Vorerkrankung aufnehmen." Die Policen sind auch als Einstieg für Kunden gedacht, die zwar gesund sind, sich eine richtige Berufsunfähigkeitsversicherung finanziell aber noch nicht leisten können.
Quelle: Financial Times Deutschland
Maik schrieb:
am 25. November 2010 um 10:59:30
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Sehr wichtig
Ne BU ist sehr wichtig...Gerade für berufsanfänger...,Erst nach 5 Jahren Arbeit hat man Anspruch auf BU...Und das ist ja
minimal....Gute Versicherer zahlen auch geleistete Beiträge bei nicht eintreffen zurück....Klar nicht zu 100% aber immerhin mehr als die Hälfte....Ich z.B. bekomme knapp 20.000 garantiert wieder....Zahle knapp 32.000 ein....Ist doch auc hschön im hohen Alter etwas zu bekommen....Aber finger weg von Sparkassen und Co. die verkaufen euch nur schrott...Bekommt man nix wieder...
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Eben deshalb keine BU schrieb:
am 25. November 2010 um 10:42:19
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@ Wichtig
Selbst ein Heuschnupfen, der nicht angegeben wird, ist eine Falle im Schadensfall ! Welcher Ältere ist noch 100 % gesund ? Das
wird entweder teuer oder man ist sogar ausgeschlossen von der Versicherung ! Der Staat raubt den Schutz gegen BU und sorgt nicht mal für eine einheitliche Rahmenversicherung, in der Jeder einzahlt, unabhängig von Alter, Geschlecht und Gesundheit ! Nur das ist fair !
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Wichtig schrieb:
am 25. November 2010 um 10:35:24
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BU
Diese Versicherung ist sehr wichtig. Es ist aber streng darauf zu achten das alle Gesundheitsfragen 100% richtig ausgefüllt sind. Am
besten sollte man in Rücksprache mit den Behandelnden Ärtzen die Gesundheitsfragen ausfüllen. Auch eine Anfrage bei der Krankenkasse kann nichts Schaden. Die Versicherungen kalkulieren nämlich das die meisten leute die Gesundhfragen nicht richtig beantworten um dann im Schadensfall wegen Verletzung der Vorvertraglichen Anzeigepficht nicht zu zahlen. Also 100% genau
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