11.08.2011, 15:04 Uhr | dapd
Aus dem Job in die Armut: Wer wegen Krankheit oder Behinderung nicht mehr arbeiten kann, erhält oft nur noch eine Minirente. Binnen zehn Jahren ist der durchschnittliche Zahlbetrag bei neu bewilligten Erwerbsminderungsrenten für Männer von 817 auf 672 Euro im Monat abgesackt, wie der Sozialverband Deutschland vorrechnete. Der Verband verlangt eine rund fünf Milliarden Euro teure Reform, um die Leistungen wieder zu verbessern. Dafür soll die Politik auf die absehbare Senkung des Rentenbeitrags verzichten.
"Erwerbsminderung ist schon heute ein Armutsrisiko", kritisierte SoVD-Experte Klaus Michaelis. Die Ursache habe die Politik mit den Kürzungen in der Rentenreform 2001 "sehenden Auges gesetzt". Nun müsse sie gegensteuern. Denn es gehe nicht um Einzelfälle. "Jeder Fünfte wird im Laufe seines Erwerbslebens eine Erwerbsminderungsrente in Anspruch nehmen müssen", sagte der Experte.
Derzeit beziehen nach Darstellung des SoVD rund 1,5 Millionen Menschen Erwerbsminderungsrenten. Jährlich scheiden rund 180.000 Berufstätige aus, weil sie nicht mehr oder nur noch eingeschränkt arbeiten können. Im Durchschnitt sind die Ausscheidenden laut Michaelis etwa 50 Jahre alt. Der Grund ist bei Frauen in 44 Prozent, bei Männern in 30 Prozent der Fälle eine psychische Erkrankung.
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Das Schrumpfen der Zahlbeträge hat nach Darstellung des Verbands zwei Gründe: Zum einen führen Arbeitslosigkeit und niedrige Löhne dazu, dass Beitragszeiten fehlen oder weniger in die Rentenversicherung eingezahlt wird. Zum anderen gelten auch bei der Erwerbsminderungsrente - wie bei der normalen Altersrente - Abzüge von bis zu 10,8 Prozent, wenn man die Leistung vor dem 63. Lebensjahr in Anspruch nimmt.
Das sei "unsystematisch", weil sich die Betroffenen den Zeitpunkt ihrer Krankheit nicht aussuchen könnten, argumentierte Michaelis. Die Abschläge sollten deshalb abgeschafft werden. Das brächte im Durchschnitt 77 Euro monatlich mehr für die Bezieher. Kosten würde dies bis zu 1,8 Milliarden Euro im Jahr, sagte der Experte.
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Darüber hinaus verlangt der SoVD längere "Zurechnungszeiten" - das sind fiktiv unterstellte Beitragszahlungen, die Erwerbsminderungsrenten aufbessern. Der Verband will sie um drei Jahre bis zum 63. Lebensjahr ausweiten. Das brächte laut Michaelis im Schnitt noch einmal 70 Euro mehr im Monat, kostet aber in der Summe 1,5 Milliarden Euro.
Für Frührentner, die zusätzlich auf die staatliche Grundsicherung angewiesen sind, verlangt der Verband Verbesserungen. Wichtig ist den Sozialexperten zudem, Erwerbsminderung durch Abbau von Stress am Arbeitsplatz, durch Gesundheitsvorsorge und Reha zu verhindern. Alles zusammen würde fünf Milliarden Euro kosten, rechnete Michaelis vor.
Dass die schwarz-gelbe Koalition tatsächlich auf die Senkung des Rentenbeitrags verzichtet und die Gesetze entsprechend ändert, sei derzeit nicht absehbar, räumte SoVD-Präsident Adolf Bauer ein. Dennoch sei die Forderung berechtigt. Auch die Rentenversicherung hat die schwache Absicherung des Erwerbsminderungsrisikos bereits beklagt. Präsident Herbert Rische hatte schon vergangenes Jahr Gegenmaßnahmen angeregt, so etwa eine zusätzliche Absicherung über die Riesterrente.
Quelle: dapd
SUSI schrieb:
am 3. Oktober 2011 um 20:03:26
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GENAU SO IST ES !!
die RENTENPLÄNE von Fr. von der Leyen sind UNREALISTISCH und NICHT nachvollziehbar, einfach nur ,-eine große SAUEREI,
was sie da wieder mal plant,ich hoffe nur das sie damit auf noch größere KRITIK stößt, WIR FORDERN EINE MINDESRENTE FÜR JEDEN, auch für FRAUEN die weiniger gearbeitet ,aber dafür ihre KINDER groß gezogen haben, jeder/jede SOLLTE IM RENTENALTER von seiner RENTE LEBEN können.........!
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gnusmas schrieb:
am 11. September 2011 um 21:55:54
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hat schäuble
eigentlich schon die kilometerpauschle zwischen brüssel und berlin beantragt und genehmigt bekommen, oder schiebt der selber
bis 69 und holt sich dann eine polnische Hilfskraft ? armes deutschland
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Fritz schrieb:
am 11. September 2011 um 18:13:03
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Demokratie
Demokratie, das ich nicht lache.
Eine Diktatur von feinsten. Ausbeutung der Menschen, die den Staat bezahlen, Beamte, die für
nichts tun Geld bekommen und zum Dank mit 54 in Pensionen gehen, weil sie ja so viel geleistet haben. Überwachungsstaat wie bei der Gestapo. Die USA kontrolliert wann wir das WC aufsuchen, oder was wir auf dem Bankkonto haben. Ein Diktator hat am Ende des Krieges gesagt:
Das deutsche Volk wird schon sehen was es davon hat. Jetzt haben wir den Salat !
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