01.02.2011, 14:58 Uhr | Financial Times Deutschland
Sechs Lebensversicherer mit einem Marktanteil von 3,3 Prozent haben das Neugeschäft eingestellt oder planen das. Das geht aus einer Studie der Ratingagentur Assekurata hervor. Die Ergo-Tochter Victoria Leben, die Bayerische Beamten Leben, die Familienschutz Leben und die Plus Leben der Stuttgarter Leben haben den sogenannten Run-off bereits eingeleitet. Die Hamburger Leben und die deutsche Tochter der niederländischen Delta Lloyd planen laut Assekurata, ihr Neugeschäft stillzulegen.
"Im Zuge von Solvency II wird es zunehmend zu Bestandsübertragungen, Fusionen und Run-offs kommen", sagte Analyst Christof Wilczek. Solvency II heißt die EU-Richtlinie, die den Versicherern ein stärkeres Risikomanagement abverlangt.
Die Abwicklung von Lebensversicherern ist in Deutschland noch selten. Der bislang spektakulärste Fall war die Mannheimer Leben, die in der Aktienkrise 2001/02 ins Schleudern geriet und deren Bestand die brancheneigene Auffanggesellschaft Protektor übernommen hat. Diesen Fall zählt Assekurata nicht mit.
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Neben der offiziellen Abwicklung gibt es auch den stillen Run-off, bei dem Unternehmen das Neugeschäft einfach einstellen. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase wird es für Versicherer schwerer, konkurrenzfähige Verzinsungen anzubieten. Es sei unwahrscheinlich, dass die Unternehmen die Bestände im Run-off bis zum letzten Vertrag auslaufen ließen, sagte Assekurata-Geschäftsführer Reiner Will: "Viele Versicherer werden sicherlich Bestände übertragen."
Der Studie zufolge gewähren die Lebensversicherer ihren Kunden 2011 eine laufende Verzinsung im Schnitt von 4,08 Prozent nach 4,19 Prozent im Vorjahr. Rechne man weitere Komponenten wie den Schlussüberschuss hinzu, falle die Gewinnbeteiligung 2011 aber höher aus als im Vorjahr.
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Quelle: Financial Times Deutschland
Realist schrieb:
am 16. März 2011 um 12:24:43
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LV
Was aber in dem Artikel verschwiegen wird ist, dass die sogenannten 4% nur auf den Sparanteil gewährt werden. Es werden von dem
eingezahlten Geld schließlich auch Verwaltunggebühren bezahlt die ca 20% des Beitrags ausmachen.
Somit bei 100€ schon 20€ an die Versicherung gehen, dann bekommt man auf die 80€ 4% und nun die Quizfrage. Wie hoch ist dann die reale Rendite bei Umrechnung auf 100€?
Was allerdings richtig ist, dass alte Verträge die schon 20Jahre laufen schon noch 4% Rendit bringen können
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raba63 schrieb:
am 26. Januar 2011 um 19:29:35
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lebensversicherer stellen neugeschäft ein
die lebensversicherungen wurden von der gier der versicherungsunternehmen und vom staat erdrosselt.
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Bert Pavel schrieb:
am 26. Januar 2011 um 17:24:17
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Versicherungen
Die haben erkannt, dass die Provisionen und Superprovisionen der Vertreter und bis hinauf zum Direktor mehr verschlingen als
die Rendite hergibt. Möglicherweise käme es dazu, dass der Versicherte weniger erhält als er einbezahlt hat. Das Banditentum wäre dann erkennbar.
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