Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Wirtschaft > Altersvorsorge > Riesterrente >

Mehr Verbraucherschutz bei Riesterente

...

Mehr Verbraucherschutz bei Riesterrente

05.05.2011, 10:02 Uhr | dpa-AFX, dpa

Ökotest beurteilt viele Riester-Verträge als fehlerhaft (Foto: imago) (Quelle: imago)

Ökotest beurteilt viele Riester-Verträge als fehlerhaft (Foto: imago) (Quelle: imago)

Nach dem Wirbel um die Rückforderung von 500 Millionen Euro Zulagen zur staatlich geförderten Riesterrente hat die Bundesregierung Maßnahmen für mehr Verbraucherschutz beschlossen. Nach einem Gesetzentwurf kann der Anspruch auf Zulagen nachträglich gesichert werden. Die Regeln für die Zulageberechtigung sollen einfacher und transparenter werden. Damit reagiert das schwarz-gelbe Kabinett auf Fälle, in denen gezahlte Zulagen zurückgefordert worden waren, weil Riester-Sparer unwissentlich und aus Versehen keinen Eigenbeitrag geleistet hatten.

Rückforderungen von 500 Millionen Euro

Im April war bekanntgeworden, dass sämtliche Riester-Zahlungen zwischen 2005 und 2007 überprüft werden. Es gab 1,5 Millionen Rückbuchungen, etwa 500 Millionen Euro wurden zurückgefordert. Für Ärger hatte gesorgt, dass Betroffene - meist aus Unkenntnis - für die Förderung maßgebliche Veränderungen nicht gemeldet hatten und ihnen deswegen die Zulagen wieder abgebucht wurden. Das Finanzministerium hatte bereits eine kulante und bürgerfreundliche Lösung zugesagt, um Irrtümer und Missverständnisse beim Riester-Sparen zu verhindern.

Nachzahlung der Eigenbeiträge möglich

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen und Finanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU) erklärten, Missbrauch der staatlichen Riester-Förderung dürfe sich nicht lohnen. Es werde aber Familien geholfen, die mit der Riesterrente zusätzlich für das Alter vorsorgen. "Wir stellen nun klar, dass die Eigenbeiträge nachgezahlt werden können. Damit bleibt der Zulagenanspruch rückwirkend für die Vergangenheit erhalten", heißt es in einer Mitteilung des Arbeitsministeriums.

60 Euro Beitrag für Huckepack-Riester-Sparer

Eingeführt werden soll ab 2012 ein Mindestbeitrag von 60 Euro pro Jahr für mittelbar Zulageberechtigte. Damit soll eine Rückforderung von Altersvorsorgezulagen aufgrund eines Wechsels des Zulagestatus vermieden werden. Die Anbieter sollen Anleger dem Gesetzentwurf zufolge über die Neuregelung bis 31. Juli 2012 informieren.

Folgendes Beispiel: Ein nicht berufstätiger Ehepartner kann eine eigene Riester-Zulage bekommen, wenn der berufstätige Ehegatte "riestert". Dazu muss er zwar einen eigenen Riester-Vertrag abschließen, darauf aber keine Eigenbeiträge einzahlen. Der Ehepartner ist mittelbar zulageberechtigt.

Kinder ändern Riester-Status

Bei der Geburt eines Kindes ändert sich dies aber. Dann wird zumeist die Ehefrau dadurch Mitglied in der gesetzlichen Rentenversicherung, indem der Staat ihr für drei Jahre Rentenversicherungsbeiträge zahlt und Rentenversicherungszeiten anrechnet. Wer aber in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert ist, wechselt von der mittelbaren in die unmittelbare Zulagenberechtigung - und muss dann mindestens 60 Euro pro Jahr in den eigenen Riester-Vertrag einzahlen, um die volle Zulage zu erhalten. Viele haben das in der Vergangenheit übersehen.

Anzeige
2,6% Zinsen aufs Trading-Konto
Testen Sie den Devisen-Handel mit dem kostenlosen Demokonto der FXdirekt Bank (Quelle: FXdirekt Bank AG)

Devisen-Handel beim Testsieger, Cash Back und keine Ordergebühren!

Jetzt sichern

Betroffene werden informiert

Betroffene werden nun den Angaben zufolge darüber informiert, dass und wie sie ihre - oft geringen - Eigenbeiträge nachzahlen und so die volle Zulage (wieder) erhalten können. Diese Riester-Anleger müssten lediglich die Beiträge auf ihren Vertrag einzahlen und ihrem Anbieter Bescheid geben, für welche Jahre diese Zahlungen bestimmt sind. Die Zulagenstelle wird die zurückgeforderte Zulage automatisch auf den Riester-Vertrag des Betroffenen zurückzahlen, heißt es.

Fünf Euro im Monat für die Zusatzrente

Für die Zukunft wird das Problem den Angaben zufolge mit dem Eigenbeitrag von mindestens 60 Euro im Jahr gelöst. Die Änderung verdeutliche auch, dass die Riesterrente keine vollkommen vom Staat finanzierte Zusatzrente ist, sondern immer ein eigener Sparbeitrag von mindestens fünf Euro monatlich gefordert werde.


In eigener Sache
Wirtschafts-Newsletter
Geldwerte Neuigkeiten - werktags per E-Mail

Die aktuellsten Meldungen rund ums Geld werktags in Ihr Postfach! Kostenlos abonnieren

Quelle: dpa-AFX , dpa

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Mehr Verbraucherschutz bei Riesterente" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Mehr Verbraucherschutz bei Riesterente" gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (15)

zum Forum

Thema: "Mehr Verbraucherschutz bei Riesterente"

Aldi schrieb: am 24. Juni 2011 um 16:45:16
(0) (0) Riester
Das ist ein Riesenbetrug. Die einzigen, die davon profitieren sind die Ver-sicherungen und Banken, sowie Herr Riester durch die
Provisionen, die er von verschiedenen Seiten erhält.
mehr Kommentar melden

Kunde schrieb: am 9. Mai 2011 um 14:30:18
(0) (0) Verkauf
Mein Berater wollte mir etwas verkaufen, was ich gar nicht wollte. Als ich ihm zur Rede stellte, blieb er sehr schweigsam. Was ich
von ihm im vorherigen Gespräch vermißte. Er hat mir so viel erzählt. Da konnte er sich sogar nicht mehr daran erinnern. Dieses Beratergespräch war sehr aufschlußreich.
mehr Kommentar melden

StR z.A. schrieb: am 6. Mai 2011 um 20:18:18
(0) (0) Riester ist fragwürdig
Mir liegt das Riesterangebot zweier der Großen vor: 1. nach 37 Jahren sollen 112.000 € angespart sein, meine
Nachrechnung ergab: es müssten beim genannten Zins 161.000 € sein. Gebühren wurden dabei rausgelassen. 2. nach 37 Jahren 107.000 €, Nachrechnung: es müssten 191.000 € sein, auch nach Abzug von 8,5 % Verw-Gebühren von jeder Sparrate. Ich habe Mathematik und Physik studiert, kann es mühelos nachrechnen. Politiker, die solche Gesetze machen, können es auch! Bewusst erlaubte Abzuockerei?
mehr Kommentar melden

alle Kommentare
Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr

Shopping

Einkaufswelt
Premium-Freizeitmode
BRAX - Premium-Mode vom Passformspezialisten

Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special

Einkaufswelt
Formtop mit Push-up-Effekt
Formtop von neckermann.de

Strafft den Hüft- und Taillenbereich und sorgt für ein volleres Dekolleté - jetzt für 19,99 €. von neckermann.de

Einkaufswelt
Fußball-EM 2012
Perfekt ausgestatten für die Fußball-EM 2012 mit GINGAR.de

Zeigen Sie Flagge - alles für die per- fekte EM-Party in Schwarz-Rot-Gold.
von GINGAR.de

Einkaufswelt
Sexy Kleider & Röcke
Kleider und Röcke für sexy Kurven - von happysize.de

Tolle Kurven perfekt in Szene gesetzt: zauberhafte Damenmode bis Größe 60. zum XXL-Special


Downloads & Shops

Minus 29%: CutOut PRO
CutOut PRO (Quelle: Softwareload)

Der Meister für feinste Freistellungen und präzise Montagen. mehr

THW Simulator 2012
THW Simulator 2012 (Quelle: rondomedia)

Fahrzeuge bergen, Brücken bauen und mehr. Jetzt kaufen


Aus anderen Bereichen

Ex-BVB-Großaktionär ist verschwunden
Florian Homm, 2004 als Großaktionär auf der Hauptversammlung von Borussia Dortmund (Quelle: dapd)

Die Welt jagt einen Börsenbetrüger. mehr

Hertha zieht die Fortuna vors Sportgericht
Hertha-Manager Michael Preetz: "Ein regulärer Spielbetrieb war für uns nicht mehr möglich."

Berlin kämpft um eine neue Chance. mehr


Anzeigen

Anzeige

Zur breiten Ansicht
© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige