18.04.2010, 09:32 Uhr | mash
Beamte sollen länger arbeiten (Foto: imago)
Der Freiburger Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen fordert radikale und rasche Änderungen bei der deutschen Beamtenversorgung. Sonst rollt auf die Bundesländer eine neue Kostenwelle zu, warnt der Experte in der "Wirtschaftswoche".
Der Finanzwissenschaftler will Beamte länger arbeiten lassen - bis zum 68. Lebensjahr. Zusätzlich müsse der Staat ihre Pensionen kürzen. Durch diese Maßnahmen könnten zukünftige Kostensteigerungen eingedämmt werden. Momentan wird zum Beispiel in Baden-Württemberg die Pensionsgrenze für Beamte schrittweise auf 67 Jahre angehoben. Die Umsetzung beginnt im Jahr 2010 und soll 2029 abgeschlossen sein.
Bereits jetzt geben die Länder im Schnitt rund neun Prozent ihrer jährlichen Steuereinnahmen für die pensionierten Beamten aus. "In Zukunft wird sich dieser Wert mindestens verdoppeln, wenn nicht sogar auf bis zu 24 Prozent verdreifachen", sagte Raffelhüschen dem Magazin.
Dafür sorgen laut Raffelhüschen zwei demographische Effekte: In den 60er Jahren habe es eine Einstellungswelle bei den Staatsbediensteten gegeben, deshalb gingen viele Beamte um 2020 in Pension. Ein weiteres nicht zu unterschätzendes Problem: "Beamte leben länger", so der Experte. Dieser doppelte Alterungseffekt rechtfertigt laut Raffelhüschen die Anhebung des Renteneintritts auf 68. Nur so werde eine Wirkung erzielt, die der schrittweisen Erhöhung des Eintrittsalters auf 67 bei der gesetzlichen Versicherung entspreche.
Ohne Reformen sieht der Finanzwissenschaftler schwarz für die staatlichen Kassen. Vor allem die Bundesländer verlören ihre finanzielle Handlungsfähigkeit: "Das Geld, das wir für ehemalige Beamte ausgeben, kann nicht für Bildung, Infrastruktur oder für andere Landesaufgaben ausgegeben werden."
Bereits im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Pensionärinnen und Pensionäre des öffentlichen Dienstes um 44.500 Personen oder 3,3 Prozent an. Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) gab es insgesamt 701.000 Pensionäre. Der stärkste Zuwachs entfiel - wie schon in den vergangenen Jahren - auf die Länder, mit einer Steigerung um 3,8 Prozent auf 504.000 Personen.
Quelle: t-online.de
1944 schrieb:
am 18. April 2010 um 16:26:55
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Beamte
Endlich wird den Beamten-Neidern Wasser auf die Mühle gegossen! Das dürfte den Stammtisch-Parolen-Brüllern doch so richtig gut tun!
Dabei sind diejenigen, die monatlich die "Kralle aufhalten" ohne den Finger krumm zu machen, in einer ganz anderen Sparte zu suchen!!! Und zwar, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben!
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max100 schrieb:
am 18. April 2010 um 15:25:38
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Ruhe sanft
Macht endlich Schluß mit der Rentenversicherung! Pensionen für ALLE auch für HartziV-ler!
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Bahnbeamter schrieb:
am 18. April 2010 um 15:23:13
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Experte fordert Reform der deutschen Beamtenversorgung
Ich bin seit 34 Jahren im Schicht- und Wechseldienst, d.h. Dienst rund um die Uhr,
auch an Sonn-und Feiertagen, usw., in einem nicht gerade stressfreien Job. Ich freue mich natürlich, wenn ich länger lebe als andere. Hoffentlich stimmt das auch, wenn ich noch 13 Jahre so weitermachen darf. Mein Hausarzt rät mir jedesmal, mit dem Schichtdienst aufzuhören. Würde ich auch gern, aber ich hab noch kein Büro gefunden in das ich abtauchen kann. Vielleicht sollte ich mal Frau von der Leyen fragen....?
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