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Rentenkasse dementiert steigenden Beitragssatz
09.11.2009, 15:18 Uhr | jdc
Der aktuelle Beitragssatz der Rentenversicherung: 19,9 Prozent (Foto: imago)Die Rentenversicherung soll 2010 nicht teurer werden. Es gebe derzeit keine Hinweise, dass der Beitragssatz von heute 19,9 Prozent kommendes Jahr steigen müsse, erklärte ein Sprecher am Mittwoch in Berlin. Er wies damit Spekulationen des früheren Regierungsberaters Bert Rürup zurück.
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Rürup: Rentengarantie lässt Beitragssatz steigen
Rürup, inzwischen Chefsvolkswirt beim Finanzdienstleister AWD, rechnete in der "Passauer Neuen Presse" vor, dass wegen der Krise der für die Rentenanpassung maßgebliche Durchschnittslohn sinken könnte. Dann würde die
Rentengarantiegreifen. Dies wiederum könnte Rürup zufolge zur Steigerung des Beitragssatzes führen. "Die Nachhaltigkeitsrücklage würde dann nämlich nicht ausreichen, um die damit verbundenen Rentenausgaben zu finanzieren", erklärte Rürup.
Schutz bei sinkenden Löhnen für Rentner
Die Rentengarantie sieht vor, dass die Rentner auch bei sinkenden Löhnen keine Kürzung ihrer Bezüge fürchten müssen. Für den Fall einer Beitragssatzerhöhung sagte Rürup "große Probleme" voraus, "da bis zum Jahr 2020 eine Beitragsobergrenze von 20 Prozent gesetzlich festgeschrieben ist und angesichts der leeren Bundeskasse ein zusätzlicher Bundeszuschuss ausscheidet, der die Finanzierungslücke ausgleichen würde".
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Rentenversicherung mit dickem Polster
Die Rentenversicherung wies jedoch auf ihre stabile Finanzlage hin. "In den ersten neun Monaten sind die Pflichtbeiträge gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 0,6 Prozent gestiegen", betonte der Sprecher. "Es gibt daher zurzeit keine Hinweise, dass eine Beitragssatzanhebung in 2010 notwendig werden könnte." Nötig wird eine Anhebung des Satzes laut Gesetz, wenn absehbar ist, dass die Rücklagen der Rentenversicherung auf weniger als 0,2 Monatsausgaben fallen. Das wären 3,3 Milliarden Euro. Ende September hatte die Rentenversicherung jedoch rund 13 Milliarden Euro auf der hohen Kante - rund 0,8 Monatsausgaben, wie es weiter hieß.
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Quelle: dapd
, t-online.de