Düstere Prognosen für Deutschlands Rentner (Foto: imago)Wie die Rentenversicherung erwartet auch der Sozialbeirat der Bundesregierung eine Durststrecke für die 20 Millionen Rentner. "Es wird von heute aus in den nächsten sieben Jahren - wenn überhaupt - nur geringe Anpassungen geben", zitierte "Bild.de" aus einem unveröffentlichten Gutachten des Beirats.
Die Rentenversicherung hatte bereits vor drei Wochen zwei Nullrunden und danach bis 2016 nur kleine Erhöhungen vorausgesagt. Dem schloss sich der Sozialbeirat in seinem Gutachten zum Rentenbericht der Regierung an. Hintergrund sind die Zugeständnisse an die Ruheständler in den vergangenen beiden Jahren. Ausgefallene Senkungen des Rentenniveaus müssen in den nächsten Jahren nachgeholt werden.
Aufgelaufener Nachholbedarf von vier Prozent bei der Rente
Den aufgelaufenen Nachholbedarf beziffert der Sozialbeirat laut "Bild" auf vier Prozent im Westen und 4,4 Prozent im Osten. Dies soll mit künftigen Rentenerhöhungen verrechnet werden - vorausgesetzt, es gibt welche. "Dies setzt insbesondere voraus, dass die recht ambitioniert erscheinenden Lohnannahmen für die Zeit ab 2012 tatsächlich eintreffen werden", schreiben die Experten. "Bis (mindestens) 2016 würden ab 2012 die Anpassungen vergleichsweise niedrig ausfallen."
Keine Kontinuität in der Rentenpolitik
Heftige Kritik übt der Sozialbeirat an der Rentenpolitik: "Der Sozialbeirat sieht mit Sorge, dass der Gesetzgeber seit 1992 mehr als zehn Mal in die Anpassung - teils im Detail, teils grundsätzlich - eingegriffen hat." Voraussetzung "für die Verlässlichkeit der Rentenversicherung" sei "eine Kontinuität in der Rentenpolitik".