31.03.2010, 13:48 Uhr | dpa tmn
Frührentner sollten sich gut informieren (Foto: imago)
Frühverrentung birgt das Risiko lückenhafter Absicherung. Darauf weist der Sozialverband Deutschland (SoVD) hin. "Mit 60 höre ich auf!" - das ist nach Erfahrung von Torsten Rosenkranz oft von Menschen zu hören, die nach vielen Jahren im Beruf glauben, dass sie generell mit 60 Jahren vorzeitig in Rente gehen könnten. Doch der sozialpolitische SoVD-Sprecher warnt: "Das ist meist ein Trugschluss." Bereits bei denen, die 1952 oder später geboren sind, gebe es die Möglichkeit der Frühverrentung wegen Arbeitslosigkeit oder Altersteilzeit nicht mehr. Doch auch bei schwerer Erkrankung drohe Gefahr durch Versorgungslücken im Sozialrecht.
Ein Beispiel dafür ist Birgit Harnack aus Neumünster in Schleswig-Holstein: Ein Sportunfall im September 2000 machte die damals 35 Jahre alte Mutter zur Invalidin. Auch nach 17 Operationen ist sie auf Gehhilfen angewiesen. Ihr Rentenantrag wurde im Februar 2009 dennoch abgelehnt. Eine Rente könnte nicht gewährt werden, weil "die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen" nicht erfüllt seien, hieß es in trockenem Amtsdeutsch. Mit Hilfe des SoVD legte Birgit Harnack erfolgreich Widerspruch ein und bekam rückwirkend bis 2001 die volle Erwerbsminderungsrente bewilligt.
Grundsätzlich haben schwer erkrankte Menschen einen Anspruch auf die Gewährung einer Erwerbsminderungsrente, bestätigt Rosenkranz. Antragsteller müssen jedoch außer einer nachgewiesenen Gesamterwerbstätigkeit von mindestens fünf Jahren zusätzlich in den letzten fünf Jahren vor der Antragstellung mindestens 36 Monate Pflichtbeiträge entrichtet haben. Fehlt es nur an einem einzigen Monat, muss der Rentenversicherungsträger die Rentengewährung verweigern, warnt Rosenkranz.
Die Pflichtbeiträge werden entweder durch Erwerbsarbeit oder durch das Beziehen von Arbeitslosengeld I, Arbeitslosengeld II oder Krankengeld an die Rentenkasse abgeführt. Deshalb warnt Rosenkranz: "Auch diejenigen, die nicht bedürftig sind und deshalb auch keine Leistungen der Arbeitsämter zu erwarten haben, sollten sich unbedingt dort melden, um ihre Ansprüche nicht verfallen zu lassen."
Ist eine Erwerbsminderungsrente gewährt, komme es darauf an, ob diese Rente auf unbestimmte Zeit oder nur für einen befristeten Zeitraum gewährt wird. In diesem Fall werde die erste Rentenzahlung erst ab dem siebten Monat nach Eintritt des Leistungsfalls der Erwerbsminderung gewährt.
Menschen mit einem Schwerbehindertengrad von mindestens 50 Prozent haben das Recht auf Steuererleichterungen, verlängerte Urlaubszeiten sowie auf Sicherung ihres Arbeitsplatzes, so der Sozialverband. Bei verschiedenen Behinderungen werden die Grade aber nicht addiert, sondern einzeln aufgeführt. Anders verhält es sich bei Behinderungen, die sich gegenseitig beeinflussen. Bei jemandem, der zum Beispiel am Knie verletzt wurde und wegen eines veränderten Gangbildes und einer veränderten Körperstatik zusätzlich eine Rückenerkrankung erleidet, würden die verschiedenen Behinderungsgrade zu einem Gesamtgrad zusammengefasst.
dpa tmn
Franz Bertram schrieb:
am 26. August 2010 um 16:47:00
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Menschenverachtung
Hat noch niemand gemerkt, dass die ganze 'Sozialpolitik' in unserem Land nur noch Menschenverachtend ist!? Die SPD trägt
zusammen mit den Medien die Hauptverantwortung. Und die Leute wehren sich nur, jeder für sich.
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Richtig schrieb:
am 5. April 2010 um 14:29:05
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@ Eckhard
Wie Sie schon festgestellt haben, können 40 Euro eine Menge Geld sein ! Außerdem haben die vor 1961 Geborenen diesen Schutz
kostenlos, gratis, umsonst ! Das nenn ich doch Gerechtigkeit ! Im fortgeschritenem Alter mit einem besonderen Beruf, kann man sich die BU gar nicht leisten !!!!! Gilt auch für bestehende Erkrankungen !
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Eckhard schrieb:
am 4. April 2010 um 19:38:07
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EU-Rente 2
Fortsetzung von EU 1. Bei meinem Sohn haben wir lange geredet so eine BU abzuschließen und nach Jahren des Redens hat er es dann
geschnallt.Wie schnell es gehen kann hat er dann vor 2 Jahren nach einem Unfall erlebt.Vor allem wird die private BU nicht auf Krankengeld oder EU-Rente angerechnet,da es ja-wie der Name sagt-eine private,zusätzliche Vorsorge ist.40 €/Monat sind für manche Leute viel Geld,aber was kosten Disko,Alkohol,Zigaretten usw.-Dinge auf die man verzichten oder reduzieren ka
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