06.10.2010, 11:50 Uhr | jdc
Der amtierende SPD-Fraktionschef Joachim Poß hat die Rentenpolitik der Bundesregierung scharf kritisiert. Die Streichung des Rentenversicherungsbeitrags für Langzeitarbeitslose habe zur Folge, dass die noch von der SPD geplante Senkung der Beiträge für alle Versicherten nun zurückgenommen werden müsse.
Bis 2014 ergebe sich für die Rentenversicherung nun ein Loch in Höhe von acht Milliarden Euro. "Es bleibt dabei: Mit dieser Regierung gibt es nicht mehr, sondern weniger Netto vom Brutto", sagte Poß. Eine Sprecherin des Bundesarbeitsministerium bestätigte auf dapd-Anfrage, dass der Wegfall der Rentenversicherungsbeiträge für Hartz-IV-Empfänger den Aufbau der Nachhaltigkeitsrücklage verzögere und damit auch die "modellhaft errechnete Beitragssenkung 2014". Eine solche Absenkung sei jedoch auch nie Vorhaben der Bundesregierung gewesen, es habe sich um eine Projektion gehandelt.
Quelle: dapd , t-online.de
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