02.01.2012, 16:29 Uhr | t-online.de - Niklas Ewert
"Die Rente ist sicher!" Dieser Ausspruch von Norbert Blüm aus dem Jahre 1997 wird gerne in der Rentendebatte zitiert - oftmals mit bitterem Unterton. Das hat seine Berechtigung. Eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung zeigt, dass die Renten immer weiter sinken.
Gemäß der Studie der Stiftung sind vor allem Alleinstehende betroffen, doch auch für Paare werde die Situation immer schwieriger. Die Forscher Prof. Ernst Kistler und Falko Trischler konnten im Rahmen einer Studie des "Inifes-Instituts" nachweisen, dass die durchschnittlichen Renten seit der Jahrtausendwende deutlich gesunken seien. So kam 1996 der Neuruheständler im Schnitt auf ein monatliches Einkommen von umgerechnet 709 Euro, während es 13 Jahre später (2009) nur noch 686 Euro waren. Der Kaufkraftverlust dürfte auf Grund von Inflation und Teuerung noch deutlich höher liegen.
Laut Forschern lässt sich diese Entwicklung kaum mehr aufhalten. Das Sinken der Renten spiegelte vielmehr mit Verzögerung die allgemeine Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt wieder, die sich in späteren Zeitpunkten der Arbeitsaufnahme, unterbrochenen Erwerbsbiographien und Arbeitslosigkeit ausdrücke. Auch die Politik sei durch die Rentenreform und damit verbundene allgemeinen Absenkung der Rente zur Stabilisierung der Beitragssätze für das niedrigere Niveau verantwortlich. Besonders alarmierend: Gerade die Geringverdiener kümmerten sich häufig wenig um die Altersvorsorge. Es drohten daher in den kommenden Rentnergenerationen eine immer weiter auseinanderklaffende Einkommensschere und ein steigendes Risiko für Altersarmut.
Für die Studie des "Inifes-Instituts" verwendeten die Forscher die aktuellen Verbrauchs- und Einkommensstichproben des Statistischen Bundesamts (destatis). Kistler und Trischler betrachteten hierzu das Nettoäquivalenzeinkommen pro Person und verglichen Single-Haushalte mit Paar-Haushalten.
Laut Stiftung seien alleinlebende ältere Männer in Westdeutschland die finanziell am besten gestellte Gruppe der Rentner. Sie hätten mit 1924 Euro durchschnittlichem Einkommen (2003) das höchste Altersgeld vorzuweisen. Allerdings werde diese Zahl statistisch von Beamtenpensionen verzerrt. In der Gruppe der Single-Haushalte stagnierten die Einkommen zwischen 2003 und 2008.
Teuerungsbereinigt sanken die Monatseinkünfte sogar um 180 Euro. Bei den West-Seniorinnen zeige sich eine ähnliche Entwicklung - Rentenerhöhungen würden real von Preissteigerungen geschluckt. Im Ost-West-Vergleich schneide der Osten deutlich schlechter ab: Die Massenarbeitslosigkeit nach der Wende senke die Alterseinkommen im Osten. Auch hier erwarten die Forscher eine Verschärfung der Ungleichheit zwischen Ost und West.
In Paarhaushalten zeige sich vor allem die Abkehr vom traditionellen Ein-Ernährer-Modell für die Familie. Insbesondere im Westen arbeiteten Frauen deutlich häufiger - und erzielten zunehmende eigene Renten. Allerdings seien weibliche Vollzeitbeschäftigte nach wie vor die Ausnahme. Durch diese Entwicklung in der Familien- und Erwerbsplanung stünden Paare mit ihrem Renteneinkommen generell etwas besser da als Alleinstehende. Allerdings sei auch hier das Gesamteinkommen geringfügig gesunken. Paare im Osten treffe es stärker - hier wurden im Schnitt 140 Euro Haushaltseinkommen eingebüßt.
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Quelle: t-online.de
asd1 schrieb:
am 26. Januar 2012 um 03:14:59
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rente...pensionen
tolles thema !!!
an alle die sich hier über zu wenig erregen: IHR werdet NIX ändern mit eurem gejaule ! geht doch auf
die straße, macht randale...aber dafür ist es wohl zu kalt ? später zu warm... dann müßt ihr noch im TV so blöde kochsendungen, richter alexander hold und den restlichen scheiß anschauen, damit ihr morgens beim KAFFEE in der fußgängerzone mitreden könnt. wir DEUTSCHEN sind zu 80% verblödet, die kann mab abzocken. Übrigens, ich bekomme nur € 980,oo RENTE !
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Van schrieb:
am 2. Januar 2012 um 12:19:29
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Nuelle
Mit verwunderung stelle ich fest, dass Beamtenpensionen und Renten wild durcheinander gewürfelt werden. Renten werden aus dem
geplünderten Rententopf der Rentenkasse gezahlt. Beamtenpensionen aus Steuergeldern der Allgemeinheit aller Steuerzahler. Ein zukünftiger Rentner bezahlt daher sowohl in die gesetzliche Rentenkasse ein und gleicht zudem noch die Defitite der Pensionäre aus. Der dumme Spruch..."jeder hätte Beamter werden können"..kann daher nur von einem DDR-Fanatiker stammen..
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Pensionär schrieb:
am 28. Dezember 2011 um 16:27:52
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Rita
Ich möchte mich herzlich bei Ihnen bedanken das ich mich jeden Tag satt essen kann
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