
24.11.2011, 07:39 Uhr | Spiegel Online
Millionen Deutsche vertrauen der Riester-Rente. Doch zehn Jahre nach Einführung der staatlichen Altersvorsorge fällt eine Bilanz der Friedrich-Ebert-Stiftung und des DIW nach "Spiegel"-Informationen ernüchternd aus: Die Renditen vieler Produkte sind eher dürftig.
Die staatlich geförderte private Altersvorsorge soll den Bundesbürgern helfen, zusätzliches Vermögen für den Lebensabend anzusparen. Deshalb vertrauen Millionen Deutsche der Riester-Rente. Doch zehn Jahre nach deren Einführung üben die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) nach "Spiegel"-Informationen harsche Kritik an dem Konzept.
"Riester-Sparer werden in vielen Fällen nur so viel Rendite erzielen, als hätten sie ihr Kapital im Sparstrumpf gesammelt", sagt DIW-Wissenschaftlerin Kornelia Hagen. Zum Jubiläum der privaten Altersvorsorge mit staatlichen Zuschüssen haben die Stiftung und das DIW in enger Kooperation Bilanz gezogen - in zwei Analysen, die kommende Woche veröffentlicht werden.
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Dafür hat der Versicherungsmathematiker und Chef des Bundes der Versicherten, Axel Kleinlein, verschiedene Modellfälle berechnet. Die Ergebnisse sind ernüchternd.
Eine 35-jährige Frau etwa, die zwei Kinder hat und 2011 einen Riester-Vertrag abschließt, muss den Kalkulationen zufolge erst einmal 85 oder älter werden, bis sie das eingesetzte Kapital mit halbwegs vernünftigen 2,5 Prozent Zinsen heraushat. Und das ist noch ein optimistisches Szenario, es setzt gleichbleibende Versicherungsleistungen inklusive Überschusszahlungen voraus. Sollten die Assekuranzen in die Krise geraten und nur noch die über den Garantiezins gesicherten Mindestzahlungen leisten, müsste die Frau mindestens 109 werden.
Der Grund laut Kleinlein: Unter anderem sorgten neue Berechnungsmethoden zur Sterbewahrscheinlichkeit dafür, dass die Kosten für die Versicherten stiegen. Schon die gängigen Statistiken unterstellen heute 50-Jährigen eine Lebensdauer von bis zu 95 Jahren. Manche Unternehmen gehen sogar von bis zu 103 Jahren für eine 50-Jährige aus, wie Kleinlein berechnet hat.
Hinzu kommt, dass viele Riester-Sparer Geld verschenken, weil sie die staatliche Förderung nicht beantragen. Wie der aktuelle Vorsorgeatlas zeigt, der jüngst veröffentlicht wurde, lassen sich vor allem Ostdeutsche und junge Arbeitnehmer die Förderung entgehen.
Quelle: Spiegel Online
Monika 67J. schrieb:
am 20. November 2011 um 19:09:58
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Riester Rente
... ist Abzocke ! Habe selber 5 J. angespart... dann mit 65 J in Rente ...... nun muss ich meine Riester-Rente (110,00 €
brutto) versteuern und jeden Monat 21,50 € für GKV + Pflege zahlen = 258,00 € zusätzlich im Jahr, denn für die BFA-Rente zahle ich auch GKV + Pflege ... wie alle Rentner. Die Beiträge an die GKV müssen 10 J.gezahlt werden = 2.580,00 € Verlust v. meinem Angesparten
Wäre mir das vorher bekannt gewesen, hätte ich keinen Cent für eine Riester -Rente gezahlt. BETRUG !
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Rechner schrieb:
am 20. November 2011 um 19:09:40
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Braucht man dazu Studien?
Von jedem Sparbetrag werden erst mal 8 - 15 % für Verwaltung abgezogen.Wer dann ein bisschen %-Rechnen mit Excel
kann, der kann selber ermitteln, dass das angesammelte Kaipital bei Rentenbeginn dieser schon reduzierten Saparraten obendrein um 30 bis 40 % niedriger ausgewiesen wird, als es nach dem als rein hypothtisch(!) eingesetzten, also nicht garantierten, Zinssatz sein müsste. Wer die Anlagen ohne Riesterzuschuss selbst anlegt hat bei Rentenbeginn mehr - und das frei verfübgar!
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Harry007 schrieb:
am 20. November 2011 um 19:02:56
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(174)
Alternativen zu Riester?
Viele Kommentatoren hier lassen sich nur negativ über die Riesterrente als Form der Altersvorsorge aus, ohne
brauchbare Gegenvorschläge zu präsentieren. Der hier mehrmals vorgetragene "Geld-unter-das-Kopfkissen"-Tipp ist nicht wirklich zielführend. Ich habe jedenfalls keine Lust, diejenigen Leute, die in ihrem aktiven Berufsleben alles verprasst haben, ohne mit mehr Opferbereitschaft etwas davon zurückzulegen, mit meinen Steuergeldern sozial in deren Alter aufzufangen!
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