Mit der Rüruprente Steuern sparen. (Illu: Gaby van Emmerich)Beim Abschluss einer Rüruprente sollten die Angebote der Lebensversicherer gründlich geprüft werden. Bei Einzahlungen von jährlich 6000 Euro ergaben sich bei den unterschiedlichen Anbietern rund 100 Euro Unterschied bei der monatlich garantierten Rente, wie die Stiftung Warentest herausfand. Bei einer Rentenbezugszeit von 25 Jahren summierten sich diese Differenzen auf bis zu 30.000 Euro bei der garantierten und auf bis zu 70.000 Euro bei der prognostizierten Rente, hieß es.
Von insgesamt je 38 untersuchten Angeboten für Männer und Frauen schnitten dem Testbericht zufolge nur weniger als die Hälfte mit "gut" oder "sehr gut" ab. Das Qualitätsurteil "sehr gut" erhielten die Produkte von CosmosDirekt, Europa und Debeka. Nach Einschätzung der Tester ist der Abschluss einer Rürup-Versicherung vor allem für Selbstständige sinnvoll, die noch nicht viel für ihre Altersversorgung getan haben.
Angestellte und Beamte können auch profitieren
Interessant sei sie zudem für gut verdienende Angestellte und Beamte, die ihre gesetzliche Rente aufbessern wollen. Insbesondere bei kurzen Laufzeiten schlage die Rüruprente die klassische private Rentenversicherung um Längen, hieß es. Besonders hoch seien die Renditen, wenn der Kunde nur noch wenige Jahre bis zur Rente hat und jährlich hohe Summen einzahlt.
Steuerersparnis von bis zu 6000 Euro
Die nach dem Wirtschaftsweisen Bert Rürup benannte Rente wurde mit der jüngsten Rentenreform 2005 eingeführt. Vorsorgewillige können damit jährlich bis zu 20.000 Euro für das Alter zurücklegen, Ehepaare das Doppelte. Vorzug der Rüruprente seien die Steuerersparnisse. Allein in diesem Jahr könnten von den Einzahlungen in die Rüruprente 66 Prozent steuerlich geltend gemacht werden. Bei einer maximalen Einzahlungshöhe von 20.000 Euro könnte dies bis zu 6000 Euro Steuerersparnis erbringen, hieß es in dem Testbericht.