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Sozialverband befürchtet Serie von Nullrunden
29.04.2009, 15:41 Uhr | jdc
VdK-Präsidentin Ulrike Mascher (Quelle: dpa)Der Sozialverband VdK hat die angekündigte Sicherungsklausel für die Renten begrüßt. Rentenkürzungen seien damit zunächst einmal abgewendet, sagte VdK-Präsidentin Ulrike Mascher der Nachrichtenagentur AP. #
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2011 wird wohl Kürzung der Renten nachgeholt
Gleichwohl sei es damit nicht getan: Weil rasch steigende Altersarmut absehbar sei, müsse die "Rentenpolitik der vergangenen Jahre auf den Prüfstand". Denn über den 20 Millionen Rentnern schwebe das "Damoklesschwert" einer Serie von Nullrunden. Hintergrund seien die Wirtschaftskrise sowie bereits beschlossene Einschnitte. So sei für 2011 vorgesehen, eine 2006 unterbliebene Kürzung der Renten nachzuholen. 2012 und 2013 sollten die im vergangenen und in diesem Jahr unterbliebenen Kürzungen des Riester-Faktors nachgeholt werden. "Da baut sich etwas auf, was bedrohlich ist", sagte Mascher. "Da türmt sich ein Berg auf, was nachgeholt werden soll."
Kosten der Gesundheitsversorgung belasten Rentner
Weitere Nullrunden - in den Jahren 2004 bis 2006 hatte es bereits keine Rentenerhöhungen gegeben - aber wären für die Ruheständler verheerend. Männer hätten derzeit durchschnittlich knapp 1000 Euro, Frauen rund 500 Euro monatlich an eigenen gesetzlichen Renten. In den vergangenen Jahren hätten nicht nur die schwache Entwicklung der Bezüge als Belastung gewirkt, sondern auch steigende Kosten für die Gesundheitsversorgung. "Ich erinnere an die Rentnerin, die mir einmal sagte: Am Ende des Monats überlege ich immer, ob ich mir ein Pfund Bananen kaufe oder in die Apotheke gehe", sagte Mascher.
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Steigende Altersarmut
Das Argument, dass unterbliebene Einschnitte bei der Rente die Beiträge für Arbeitnehmer und Arbeitgeber in die Höhe trieben, wies die Verbandspräsidentin zurück. Es seien politische Entscheidungen getroffen worden, die das System belasteten, unter anderem die Senkung der Rentenbeiträge für Hartz-IV-Empfänger und die Milliardentransfers innerhalb der Rentenkasse von West nach Ost. Dies seien Aufgaben der Allgemeinheit, sie müssten über Steuern finanziert werden, sagte Mascher. Werde nicht gegengesteuert, werde die steigende Altersarmut über die dann nötige Grundsicherung ebenfalls hohe Kosten für den Steuerzahler verursachen. Gleichzeitig würde das Vertrauen in die Rentenversicherung ausgehöhlt, meinte Mascher.
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Quelle: dapd
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