Die Lebensversicherung - beliebtes Vorsorge-Produkte der Deutschen (Foto: imago)Ihre Sicherheit lassen sich die Deutschen etwas kosten: Durchschnittlich 1905 Euro geben die Bundesbürger im Jahr für Versicherungen aus. Die Hälfte davon investieren sie in Lebensversicherungen und die Altersvorsorge. Das ergab eine Auswertung von Daten des Informationsdienstleiste rs Acxiom durch dpa-RegioData. Demnach sind im Jahr 2008 Versicherungsbeiträge in Höhe von insgesamt 157 Milliarden Euro bezahlt worden. Die Pro-Kopf-Ausgaben schwanken teils erheblich zwischen den Bundesländern.
Während die Hamburger durchschnittlich 2233 Euro in die Vorsorge stecken, geben die Sachsen-Anhaltiner der Auswertung zufolge nur 1245 Euro dafür aus. Überdurchschnittlich tief greifen die Menschen in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Bremen und Schleswig-Holstein für Versicherungen in die Tasche. Statistisch gesehen investieren sie sogar mehr als 2000 Euro in die Absicherung. "In den wirtschaftsstarken Bundesländern haben die Leute mehr und größere Eigentumswerte wie Häuser, die entsprechend versichert werden müssen. Zugleich wird dort besser verdient", sagte Thorsten Rudnik, Vorstandsmitglied beim Bund der Versicherten (BdV).
Münchner scheuen Risiken
Gemessen an der Einkommensstatistik gibt jeder Einwohner ungefähr zehn Prozent seines Geldes für Versicherungen aus. Im Vergleich aller 413 Kreise und kreisfreien Städte scheuen die Münchener Risiken am stärksten. Sie stecken mit durchschnittlich 2705 Euro pro Person gut 12 Prozent ihres Einkommens in Versicherungen. Das ist mehr als doppelt so viel Geld wie die Einwohner im thüringischen Eichsfeld ausgeben. Der Kreis liegt mit 1167 Euro pro Kopf und 8,5 Prozent des verfügbaren Einkommens am Ende der Statistik. Die regionalisierten Daten basieren auf Schätzungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft. Berücksichtigt wurden Lebensversicherungen, private Krankenversicherungen (inklusive Zusatzversicherungen) sowie Schaden- und Unfallversicherungen.