Börse Frankfurt (Foto: ddp)Besitzer von Fondssparplänen haben zuletzt teilweise deutliche Einbußen hinnehmen müssen. In den vergangenen zehn Jahren gab es bei Aktienfonds-Sparplänen mit Anlageschwerpunkt Deutschland ein jährliches Minus von 2,6 Prozent (Stichtag: 30. Juni), wie der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) mitteilt.
Noch deutlicher fiel das Minus mit 5,6 Prozent jährlich bei international ausgerichteten Aktienfonds-Sparplänen aus. Der BVI weist aber darauf hin, dass sich die Anlageergebnisse in den vergangenen drei Monaten gegenüber dem ersten Quartal 2009 deutlich verbessert haben. Zudem könnten sich die Ergebnisse ohnehin schnell ändern. Daher sei es ratsam, nur so viel Vermögen zu entnehmen wie unbedingt nötig. Außerdem sollten Sparpläne möglichst nur in freundlichen Kapitalmarktphasen aufgelöst werden.
Euro-Rentenfonds an der Spitze
Die besten Ergebnisse in den vergangenen zehn Jahren brachten laut BVI-Statistik Sparpläne mit lang laufenden Euro-Rentenfonds, die 3,3 Prozent jährlich erzielten, sowie Euro-Rentenfonds mit mittellanger Laufzeit (3,0 Prozent). An dritter Stelle liegen mit 2,6 Prozent offene Immobilienfonds, gefolgt von internationalen Rentenfonds mit mittellanger Laufzeit (1,0 Prozent). Ausschließlich positive Renditen erzielten demnach Anleger, die ihr Kapital über 30 Jahre investierten. Am besten schnitten hier laut BVI rentenbetonte Mischfonds in Euro ab, die ein jährliches Plus von 7,5 Prozent erzielten, gefolgt von Aktienfonds Deutschland (6,1 Prozent) und lang laufenden Euro Rentenfonds (5,5 Prozent).