24.11.2010, 14:43 Uhr | dpa-tmn
Auch im Alter droht Geldnot (Foto: Archiv) (Quelle: t-online.de)
Der Winter naht mit großen Schritten und viele Rentner schauen besorgt in Richtung Weihnachten. Nicht nur die Geschenke für die Kinder und Enkel wollen bezahlt sein, sondern auch eine neue Winterjacke und die höheren Heizungskosten machen vielen Senioren zunehmend Sorgen. Wie die Heizung bezahlen? Wie die dringend notwendige Winterjacke? Das sind Fragen, auf die finanziell schlechter gestellte Senioren oft verzweifelt eine Antwort suchen. Den Gang zum Sozialamt scheuen viele - aus Scham oder weil sie fürchten, dass das Amt die Kinder zur Kasse bittet. Die Grundsicherung öffnet einen Ausweg aus dem Dilemma.
"Grundsicherung soll sicherstellen, dass ältere Menschen genug Geld für ihren Lebensunterhalt haben, ohne auf Sozialhilfe angewiesen zu sein", erläutert Benedikt Dederichs vom Sozialverband Deutschland (SoVD) in Berlin. Das Geld aus der Staatskasse stockt die Rente auf. Wer wie viel erhält, rechnet die Behörde auf Antrag individuell aus.
Kosten für Miete, Heizung, Kranken- und Pflegeversicherung, Kleidung und Essen gehen in die Berechnung des sogenannten Grundbedarfs ein. Der SoVD-Ratgeber "Die Grundsicherung - Ihr gutes Recht" nennt ein Beispiel: Für eine Seniorin ermittelt das Sozialamt einen Grundsicherungsbedarf von 720 Euro. Sie hat aber nur 500 Euro Rente. Nach Abzug diverser Sozialbeiträge stehen der Rentnerin unter dem Strich 274 Euro Grundsicherung zu. Diesen Betrag hat sie jeden Monat zusätzlich im Portemonnaie. Ein Einzelfällen greift die Grundsicherung auch bei Schulden.
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Einen großen Unterschied zur Sozialhilfe erläutert Ursula Lenz von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) in Bonn: "Es wird weitgehend unabhängig vom Einkommen der Verwandtschaft gezahlt." Die Behörden holen die finanzielle Unterstützung der Eltern nicht von den Kindern zurück - es sei denn, deren Jahreseinkommen überschreitet die 100.000-Euro-Grenze.
Generell lohnt es für Senioren, sich das ganze Jahr hindurch überall nach Vergünstigungen zu erkundigen, um weniger auszugeben.
Sparen lässt sich etwa beim Telefonieren. So gewähren laut den Sozialverbänden VdK und SoVD Anbieter wie die Telekom günstigere Tarife, den sogenannten Sozialtarif. Unter bestimmten Voraussetzungen fallen die Gebühren für Radio und Fernsehen weg. Meist wird ein Nachweis über den Bezug von Grundsicherung oder der klassischen Sozialhilfe verlangt.
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Darüber hinaus lohnt das Umhören vor der eigenen Haustür. Nach den Beobachtungen von Petra Steinbrink, Referentin für Sozialpolitik beim Sozialverband VdK in Bonn, sind die Sparmöglichkeiten in den Kommunen breit gestreut: "regional ganz unterschiedlich und oft lokal begrenzt." Ihr Tipp lautet: "Beim Besuch einer Einrichtung immer nachfragen." Fast überall gibt es Rabatt für den Besuch von Museen, Theatern, Büchereien oder Schwimmbädern. Mancherorts macht auch der Einzelhandel mit: Inhaber des "Köln-Passes", den die Domstadt finanziell schwachen Bürgern anbietet, können zum Beispiel auch in Geschäften günstiger einkaufen. Weil solche Pässe manchmal bezahlt werden müssen, ist es sinnvoll, vorher auszurechnen, ob die Ausgabe lohnt.
Zusätzlich zu kulturellen und sozialen Spar-Angeboten unterstützen Gemeinden ihre älteren Bürger mit Sonderkonditionen in Bus und Bahn dabei, mobil zu bleiben. Wer in München 60 Jahre und älter ist, kann mit einer speziellen Monatskarte billiger durch die Stadt fahren. Die Bahn offeriert Reisenden ab 60 eine Bahncard, für die mehr als 100 Euro weniger zu zahlen sind als regulär.
So vielfältig wie die Rabatte sind die daran geknüpften Konditionen. Mal zählt das Alter, mal der Bezug von Sozialleistungen, mal eine Behinderung. Wer profitieren will, muss in der Regel selbst aktiv werden und nachfragen. In vielen Kommunen existieren zentrale Anlaufstellen. Sie heißen Seniorenbüro oder Amt für Altenhilfe und informieren über Angebote, beraten und vermitteln bei Bedarf Hilfe.
Sollte das Sozialamt der Ansprechpartner sein, ist das für Simone Helck vom Kuratorium deutsche Altershilfe in Köln kein Grund, nicht hinzugehen. Gerade wenn es um Finanzen geht, sei es erste Adresse. "Hinzugehen ist kein Makel, sondern ein Recht", betont sie. Zumal es dort und an den anderen Stellen praktische Ratgeber gibt und Hinweise auf mögliche Unterstützung von privater Seite, etwa von Kirchen und wohltätigen Organisationen. Sie können nach Ansicht der BAGSO eine Alternative zum Staat sein. Gerade die Kirchen hätten oftmals Töpfe für Menschen, die spezielle Unterstützung brauchen, erläutert Lenz. Zum Beispiel Geld für einen Wintermantel. Oder wenn es kein Bares gibt, die Möglichkeit, in einer Kleiderkammer das Passende zu finden.
Ratgeber: Hockergymnastik
Quelle: dpa-tmn
JKWO schrieb:
am 27. November 2010 um 06:40:17
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die Zukunft von Rentner
wird so sein vor dem Eintritt des Rentenalters bekommen Sie alle einen Brief
von der Rentenanstalt mit der
freiwilligen Bitte diese Pille zu schlucken folden Sie dieser Aufforderung nicht wird in Kürze dafür gesort sein damit wir Ihre Zustehende Rente einsparen können. Wir bedanken uns für Ihre redliche Arbeitsleitung doch der Moor hat seine Schuldigkeit getan. eventuell übertrieben doch so kanns es kommen meine Lieben
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JKWO schrieb:
am 27. November 2010 um 06:37:04
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ich versteh das gesamte
gezedere überhaupt nicht wer sein Arbeitspensum erfüllt hat und ob 60 63 oder 65 Jahre ist hat eine
dementsprechende ausreichende Rente ohne noch zur Kasse gebeten zu werden wie Krankenkasse oder Steuern oder Medikamenten Zuzahlung verdient Ende aus und Vorbei. Wo sind die Gelder wo einbezahlt worden sind wo bitteschön ???? Weg dioe haben sich nach Griechenland uns sonstiges verabschiedet oder ?
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klaus schrieb:
am 23. November 2010 um 21:59:51
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arme Rentner
Wer gut ausgebildet ist/war, in Vollzeit gearbeitet hat, bekommt auch eine gute Rente. Problematisch wird es für alle
ungebildeten. Aber man kann was dafür tun. Ich habe auch 4 Tage die Woche abends nach der Arbeit die Schulbank gedrückt, mehrere Jahre lang, während diejenigen, die jetzt über niedrigen Rente jammern gemütlich beim Bierchen gesessen haben. Und wenn ich dann lese, wie viele noch nicht einmal einen Hautschulabschluß schaffen.
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